Datenrettung
So mancher hat die Erfahrung schon machen dürfen: Wichtige Daten befinden sich auf dem heimischen Computer und plötzlich passiert es. Es knallt! Rechner aus, Monitor aus, alles aus. Auch das wiederholte Betätigen des On-Knopfes führt nicht zum gewünschten Erfolg. Schnell erklärt einem der Mann vom PC-Notdienst, dass das Netzteil durch geknallt ist und auch andere PC-Bausteine in Mitleidenschaft gezogen hat: inklusive der Festplatte.
Der Mann vom PC-Notdienst weiß auch nicht weiter und lässt Sie einsam im Regen stehen. Die Festplatte ist verloren - inklusive der sensiblen Daten, die darauf gespeichert waren.
Oder doch nicht? Professionelle Datenrettungsfirmen beschäftigen sich bereits seit Jahrzehnten mit Methoden, um in genau solchen Problemfällen die Daten wieder lesbar zu machen. Dabei wird meist die komplette Festplatte zerlegt - in einem sterilen Raum wird der reine Datenträger mit speziellen Instrumenten behandelt um die Daten wiederherzustellen. Die physische Datenrettung ist für eine scheinbare Zerstörung der entsprechenden Festplatte das beste Mittel der Wahl.
Es gibt jedoch auch andere Formen der Datenrettung: Spezielle Datenrettung Software. Hier werden bei versehentlich gelöschten Daten die meisten Programme fündig und können das eben noch im Papierkorb gelöschte Dokument wiederherstellen. Auch nach einem Format ist nicht alles verloren: Sofern kein neues Windows aufgespielt wurde (inklusive neuer Programme) kann man mit speziellen DOS-Anwendungen sich auch hier noch helfen. Doch aufgepasst: Sollten Sie versehentlich etwas gelöscht haben, so laden Sie bis zur Wiederherstellung auf keinen Fall neue Dateien herunter, speichern etwas oder installieren ein Programm. Somit werden die vermeintlich verschwunden Daten durch das Überschreiben der physischen Existenz jener nur noch schwieriger aufzufinden sein. Das liegt daran, dass Windows bei einem Löschbefehl nur die Datei aus der internen Dateitabelle löscht. Auf der Festplatte jedoch bleibt sie noch erhalten. Es ist nicht möglich, Dateien einfach aus dem Stehgreif zu löschen: Sie müssen erst mit anderen Daten überschrieben werden, dann sind sie meistens wirklich vom Datenträger verschwunden.